Die
Geschichte der Sparte Wasserball
des SV Fortuna Auerbach
Mit einer Festveranstaltung am 16.12.2006 haben
die Auerbacher
Fortuna-Wasserballer im Herbst 2006 ihr Jubiläum
„35 Jahr Wasserball in der Stadt Auerbach“ gefeiert.
Grund genug, dreieinhalb Jahrzehnte der Entwicklung
Revue passieren zu lassen.
Es war am 29. November 1971, da gründeten, heute würde man sagen
Unbelehrbare - in der Gaststätte „Ritterhof“ in Auerbach - die Sektion
Wasserball, damals noch eine Kreisstadt, aber ohne Hallenbad. Mancher
Zweifler gab der ganzen Sache - durchaus nicht unbegründet - keine Zukunft.
Denn das Waldbad Brunn war als Trainingsstätte nur knappe vier Sommermonate
nutzbar, und ein sieben mal fünf Meter großes Schullehrschwimmbecken im
Winter erfüllte eben nur äußerst begrenzt die Erwartungen an eine ideale
Winter-Trainingsstätte.
Doch trotz aller widrigen Umstände haben die Auerbacher Wema- und später
Fortuna-Wasserballer, wie sie auch heute noch heißen, inzwischen 35 Jahre
überlebt und sich trotz aller Widrigkeiten einen guten Ruf erarbeitet.
Henry Klitsch, Ernst Döring (jun.), Bernd Schönfelder, Bernd Döring,
Hans-Werner Stumpf, Winfried Vogel, Bernd Richter, Wolf Günther und eben
Ulrich Mikulcak waren die damals Unverbesserlichen mit den drei Gästen Egon
Rossbach vom damaligen DTSB-Kreisvorstand, Helmut Huy (BGL-Wema) und Ernst
Döring (sen.) vom Kreisfachausschuss Schwimmen den Verein in der Auerbacher Gaststätte „Ritterhof“ damals aus der Taufe hoben.
Vor allem die Liebe
zum Sport, zum Training und den Wettkämpfen ließen die kleine Sektion
schnell wachsen. Sommerfeste und viele Sportliche Veranstaltungen - später
mit Überregionalen und internationalen Charakter - kamen hinzu und machten
die Wema-Wasserballer zu einer „Marke“ – wie man heute sagen würde.
Es war eben jene große Portion Verrücktheit, die das zarte Pflänzchen
Wasserballsport in Auerbach auch unter denkbar ungünstigen Bedingungen wachsen ließ,
was sich bis heute nicht geändert hat.
Schon kurze Zeit nach
Bildung der Sektion Wasserball waren sich die neun Mitglieder einig, dass
man ohne eigenen Nachwuchs nicht überleben könne.
So begannen sie noch im November 1973 die erste Nachwuchsmannschaft
aufzubauen.
Sicher ein großer Verdienst des ungeduldigen,
unwahrscheinlich dynamischen und jahrelangen Sektionschefs Ulrich Mikulcak.
Auch heute
ist er noch als Jugendwart im
Vorstand in vorderster Front zu finden, betreut erfolgreich die Anfänger und
den E-Jugendnachwuchs, die im Jubiläumsjahr erstmals an der erst zum 2. Mal
ausgetragenen Ostdeutschen Bestenermittlung teilnehmen und die Endrunde
erreicht haben, die im Dezember 2006 gespielt wurde.
Schon 1974 fuhr man das erste Mal ins Ausland in die CSSR nach Pilsen.
Es
wurde zu einem ungewöhnlichen Markenzeichen der Sparte, dass man alle
2
Jahre in der weiten (Ost)-Welt herumreiste und an Sportwettkämpfen teilnahm
und das bis heute.
Nur ein Jahr später folgte der Aufstieg der
Männermannschaft von der Bezirksklasse in die Wasserball-Bezirksliga, wo
seit 1994 die zweite Mannschaft ihre Spiele ununterbrochen bestreitet.
Bis in das Jahr 1980 dauerte es, ehe die erste Nachwuchsmannschaft,
inzwischen der dritte Jahrgang im Nachwuchsbereich, eine erste Medaille im
Bezirksmaßstab erringen konnte.
Dem ist auch das Vereinsmotto bis heute noch geschuldet:
Die besten Trainer sind im Nachwuchsbereich tätig, der den Vorrang vor den
erwachsenen Mitgliedern genießt.
Mit jedem Jahr nahmen die Wema-Sportler immer mehr Kinder in den
Verein auf.
Der Mitgliederstand wuchs von 17 im Jahre 1972 auf 107 im Jahre 1987 an.
Inzwischen hat er sich auf dem Niveau von rund 100 Aktive auch im 40. Jahr eingepegelt.
Trotz vieler Probleme wurden es nach der Wende nicht weniger.
Die Prunkstücke sind gegenwärtig vor allem die Nachwuchsmannschaften im aktiven
Wasserballgeschehen.
In fünf Teams auf Bezirks- und Landesebene gehen
sie regelmäßig Punkt- und Pokalsspielen nach.
Insgesamt acht Wettkampfmannschaften stehen bereit und wollen von
ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern betreut und organisiert werden.
„Unerlässlich war dabei“, so Geschäftsführer Ralf Schmutzler, „immer wieder
junge Übungsleiter aus den eigenen Reihen zu gewinnen, und dass das bei
einem Ehrenamt nicht leicht ist, kann man sich an allen zehn Fingern
abzählen.“
Heute steht bereits die sechste und siebente Generation u.a. mit Alexander
Ott am Beckenrand.
Die neuesten Nachwuchs-Helfer heißen Andy Ungethüm, Eric Großmann & André
Tietje.
Zu den lang gedienten
zählen im Verein Ulrich Mikulcak und Ralf Schmutzler.
Schon zu DDR-Zeiten absolvierten immer
wieder Übungsleiter eine fundierte Ausbildung.
Zu nennen wären hier außerdem
die viel zu früh verstorbenen Wolfgang Heinz, Mike Hoppe und Bernd Döring, aber auch
Steffen Seifert, Ernst Döring, Thomas Möckel, Joachim Leib und Erik
Seidel.
Von Anfang an wurden sie voll in den Trainings- und auch Leitungsprozess mit
eingebaut.
Inzwischen haben wir auch acht Schiedsrichter im Landesmaßstab und zwei
darüber hinaus (DSV-Ebene), vorzuweisen.
Damit ist man in Sachsen der führende Verein.
Auch im fernen Berlin wurde man auf die ehrgeizigen Wasserballer aus dem
Vogtland aufmerksam.
Ein Journalist vom damaligen Fachblatt „Schwimmsport“ des
DDR-Schwimmverbandes schrieb Mitte der 70er Jahre vom „Auerbacher
Wasserballwunder“. Doch glaubte er nicht, ,,dass wegen dieser verrückten
Wasserballer einmal Jubeltöne und Siegesfanfaren erklingen werden“.
Wie er sich doch täuschte!
Mehr als 320 Medaillen, nicht wenige Titel im
Bezirksmaßstab und auch auf Landes- und Pokalebene und Teilnahmen an
Endrunden der Ostdeutschenmeisterschaft mit Titel und Medaillen sowie ein
fünfter und sechster Platz bei Deutschen Meisterschaft, teilweise in
Kooperation mit dem SV Vogtland Plauen, stehen zu Buche.
Die Auerbacher Wema und später Fortuna-Wasserballer erkämpften bei allen
möglichen Wettkämpfen Podestplätze.
Etliche Bezirks - und Landespokale
holten die Auerbacher in den Nachwuchsklassen.
Den absoluten Triumph gab es
im Jahr 1981, als man von der D-Jugend bis zu den Junioren alle Pokale im
Bezirk abräumte.
Das Jahr 2007
Das Jahr 2008
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